Nachdem ich brav, entschlossen und erfolgreich erstmal vier Spiele aus dem Backlog gespielt habe durfte ich natürlich auch wieder Spiele einkaufen.
Emio – Der lächelnde Mann

Ich mag Krimis – nicht unbedingt den öffentlich-rechtlichen Ruhrpott-Hafenkanten-Bayrisch-Mundart-Krimi aus dem Vorabendprogramm, sondern die klassische Sherlock-Holmes-Geschichte. Ein Verbrechen – ein Rätsel – das es auf logische Art zu lösen gilt. Ich probiere mich auch immer mal wieder mit Detektiv-Videospielen aus: Frogwares’ Sherlock Holmes-Reihe, neulich The Centennial Case: A Shijima Story – sehr funky – und letzten Sommer Root Film. Mit Root Film hatte ich an den heißesten Tagen des Jahres in der Hängematte auf dem Balkon eine sehr gute Zeit. Außerdem habe ich mit dem Spiel – und vor allem auch mit 428: Shibuya Scramble – gemerkt, dass ich Visual Novels durchaus etwas abgewinnen kann.
- Name: Emio – Der lächelnde Mann: Famicom Detective Club
- Publisher: Nintendo
- System: Switch
- Erscheinungsjahr: 2024
- Genre: Visual Novel
Krimi und Visual Novel: In genau diese Kerbe schlägt Emio: Der lächelnde Mann aus der Famicom Detective Club-Serie. Eine Serie aus drei Titeln, die nach dem zweiten Teil einfach mal 25 Jahre Pause gemacht hat. Die ersten beiden Titel erschienen in den späten 80ern auf dem NES und nur in Japan – daher Famicom Detective Club. Neulich aber hat Nintendo die beiden Titel überarbeitet und auf der Switch als Remake und zum ersten Mal in englischer Sprache veröffentlicht. Physisch gab es nur eine Collector’s Edition in Japan, aber die war mir zu kostspielig. Im eShop kostet die Collection auch 59,99 Euro und ist mir damit zu teuer. Nintendos Preispolitik ist sowieso eine Katastrophe.
Aber es gibt ja noch Emio: Der lächelnde Mann – das kam als dritter Teil der Serie letztes Jahr heraus und hat mich in physischer Form nur 29 Euro gekostet – gebraucht wäre sogar noch etwas weniger drin gewesen. Sollte sich das Spiel als Banger herausstellen, kann ich die beiden anderen Teile ja nachholen – die Reviews sind zwar nicht überragend, aber auf jeden Fall gut. Ich bin gespannt, freue mich auf viel japanischen Alltagsflair und einen knallharten Serienmörderfall – und das, wo der Sommer gerade vorbei ist.
The Plucky Squire

- Name: The Plucky Squire
- Publisher: Devolver Digital
- System: PS5
- Erscheinungsjahr: 2024
- Genre: Action-Adventure
Auch letztes Jahr gab es einen kürzeren Zeitraum, in dem es etwas Hype um The Plucky Squire gab. Die ersten Trailer sahen so aus, als hätte das Spiel eine originelle Prämisse mit toller Grafik und vielen netten Ideen. So eine Art Zelda-like mit einer Figur, die aus einem Märchenbuch ausbricht und zwischen 2D- und 3D-Welten wechselt.
Die Ernüchterung nach der Veröffentlichung war aber deutlich zu spüren, und der Hype war dann größtenteils weg. Die Reviews waren dafür zu gemischt: Für die einen zu viel grafisches Blendwerk, ein schlechtes letztes Spieldrittel und zu viel Gelaber. Für die anderen ein charmantes Spiel mit netten Charakteren und originellen Ideen. Wenn ich es richtig einschätze, könnte ich zu den Leuten gehören, die eher auf der positiven Seite landen und den Style feiern. Ich will es ausprobieren. Als es zuerst herauskam, gab es nur eine „Deluxe Edition“ für knapp 40 Euro, und das war mir zu viel. Jetzt habe ich die Hälfte davon im lokalen Mediamarkt bezahlt – das schien mir okay.
Sheepo

- Name: Sheepo
- Publisher: Top Hat Studios
- System: Switch
- Erscheinungsjahr: 2020
- Genre: Metroidvania
Islets habe ich Anfang letzten Jahres bei Super Rare Games gekauft. Ich bin bei den Boutique-Anbietern limitierter Ausgaben mitlerweile eher vorsichtig. Zu oft habe ich zu viel Geld für eine „limitierte“ Ausgabe ausgegeben, nur um dann festzustellen, dass es dann doch noch eine Retailrelease in Europa oder Asien gab – Celeste und The Messenger lassen grüßen. Aber bei Islets schien mir die Wahrscheinlichkeit sehr gering. Irgendwo im Netzt hatte ich eine glühende Review vom Spiel gelesen oder gesehen und war auch vom Trailer irgendwie angetan. Also bestellte ich.
Islets war für mich dann ein echter Knaller. Ich habe es geliebt: lustiger Vibe, guter Flow, perfekter Schwierigkeitsgrad. Dann habe ich mich mal schlau gemacht, wo dieser Sleeper-Hit eigentlich herkam. Islets stammt von Kyle Thompson, der das Spiel als Ein-Mann-Armee entwickelt hat. Nur seinen Bruder hat er für den Soundtrack verpflichtet. Und da ich mehr von den Thompsons spielen wollte, bin ich auf Sheepo gestoßen – Kyles Erstlingswerk. Auch Sheepo ist ein Metroidvania mit Fokus auf Platforming und schrägen Ideen. Es gab auch eine physische Veröffentlichung über Limited Run Games – 2022. Seitdem war es dort ausverkauft und nur recht teuer auf eBay zu ergattern – unangenehm.
Aber zu meiner großen Überraschung bietet Netgames Sheepo immer noch neu und zum Retail-Preis an. Genial. Ich weiß nicht, wie die Deals da so laufen, aber ich war mir nicht bewusst, dass LRG-Spiele auch über andere Händler vertrieben werden können. Ich habe direkt zugeschlagen – 45 € fand ich zwar schon happig, aber vielleicht war es ja meine letzte einigermaßen preisattraktive Chance. Wenn die Thompson-Boys da jetzt noch ein paar Banger raushauen, könnte das Erstlingswerk ein Sammlerstück werden – und dann würde ich es mir nie leisten wollen.

Es lohnt sich also, bei Netgames auch mal nach limitierten Releases zu schauen. Das nächste Spiel der Thompsons gibt’s dort jetzt auch schon als Preorder – Crypt Custodian. Und das übernächste, Well Dweller, sieht auch nach Spaß aus. Ich wünsche den Thompsons viel mehr Aufmerksamkeit und Erfolg – und mir, dass Sheepo was taugt.
Super Multitap 2

Seit ich als Kind zum ersten Mal einen Multitap gesehen habe, wollte ich einen haben. Mein Neffe war neulich in Japan und hat mir auf Anweisung einen mitgebracht.
Dieser hier von Hudson unterstützt sogar fünf Spieler und ist damit – auch wegen des Bomberman-Konterfeis – die beste Wahl. Es gibt zwar auch Sechs-Spieler-Adapter, nur keine Spiele, die das unterstützen.
Vielleicht mal eine Runde Retrobright, und dann nächstes Ziel: NBA Jam mit vier Spielern. Oder endlich mal Secret of Mana.

Wii Classic Controller

Irgendwo in der Wohnung – wahrscheinlich aber in einer der Kisten im Keller – schlummert mein Wii-Pro-Controller. Vor drei Jahren, beim letzten Umzug, ist viel Hardware in große IKEA-Plastikboxen gewandert, luftdicht verschlossen worden, damit keine Feuchtigkeit reinkommt, und schließlich im Keller gelandet. Als ich neulich Mario Kart Wii spielen wollte, habe ich nach 30 Minuten Suche aufgegeben – aber ich habe auch nicht alles durchwühlt. Ich bin mir aber sehr sicher, dass er irgendwo ist: in Rot, damals ein Geburtstagsgeschenk.
Da mir ein Classic Controller auch noch irgendwie gefehlt hat, er sehr günstig war und ich spielen wollte, habe ich hier mal zugeschlagen.

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